erde

 

"Wenn der Morgen anhebt,

 

die Kühle der Nacht

hinauszieht in das Gefieder

der Fische,

 

wenn wieder

sichtbar wird der Umkreis

der Luft,

 

dann trau ich

dem Frieden bisweilen und

nehme mir vor, einen neuen

Anfang zu machen, einen Ausflug

 

vielleicht in eine Gegend

für tarnfarbene Ornithologen."

 

(W.G. Sebald, Nach der Natur)

 

wie ein einblick in einen baum, aus dem foto einer rinde, schwarz um rahmt. dieses bild heißt "einsicht" und wirkt wie ein schwangerer baum.

 

auch hier korrespondiert ein mit erdabrieb gemaltes spiralbild stimmig und angemessen mit der kreuzwegskulptur im klosterpark von reute.

 

 

 

drei bilder zum thema "entschleunigung":

 

sich bücken, sich niederlassen und die erde entdecken:

 

zwei fotos aus der serie: "orte und ihr ausblick", fotografiert bei einer wanderung jeweils nach 11 sekunden:

 

fundgegenstände vom boden: blätter und steine:

 

 

eine einbettung eines lieblingssteines in einen ytong-block:

 

 

"erde" - der titel dieses in minimalistischen farbtönen gehaltenen flächenbildes.

 

sämtliche werke dieser kürzesten ausstellung der welt wurden nach einer stunde wieder abgenommen. was aber bleibet, sind die bilder und eindrücke dieser tage, nicht zu vergessen, die bilder, die jeder teilnehmer als "lebendige kamera" mit nach hause nahm.

zudem bleibet einer:

dieser "schauer" sitzt heute noch im park und schaut zurück und nach vorne, wie ein gotischer teufel am pfeiler einer kathedrale: